Kloppereien in der Newsgroup

Veröffentlicht auf von Peter Lemken

Ich bin jetzt seit fast 15 Jahren im Usenet dabei und habe die Entwicklung somit recht lange verolgt und war auch derjenige, der die Überführung der ursprünglichen Gruppe de.comm.ham in de.comm.funk.amateur und de.comm.funk.vereine im Rahmen eines recht langwierigen Verfahrens durchgezogen hat.

Was geblieben ist, ist die Ernüchterung darüber, daß das Usenet ein offensichtlich höchst ungeeignetes Medium zur Diskussion über den Amateurfunk ist. Um so mehr ist es geeignet, psychosoziale Studien durchzuführen, um bestimmte Archetypen zu definieren.

Mittlerweile lese ich die deutschsprachigen Amateurfunkgruppen im Modus der Sportart "Extrem-Filtering"; üblicherweise fallen somit ca. 80% der Beiträge durch meinen Filter, weil ich echt keine Lust mehr darauf habe, Denunziantenschweine, Psychopathen, Lügner, anonyme Spinner und ahnungslose Idioten zu lesen.

Ich nutze einen altmodischen, rein textbasierten Konsolen-Newsreader (tin), da sieht man schön beim Aufrufen der Newsgroup die Anzahl der neuen Artikel und beim Auswählen der Newsgroup kommen inzwischen nur noch 1-2 Artikel pro Tag rein und die stammen fast ausnahmslos von Schreiberlingen, die ich auch regelmäßig auf dem Band höre.

Es ist schon erstaunlich, daß ausgerechnet Funkamateure, die eigentlich mit modernsten Kommunikationsmittel vertraut sein sollten, dieses Medium ausschließlich als Selbstdarstellungswerkzeug und zum Austragen öffentlicher Prügeleien nutzen.

Veröffentlicht in Amateurfunk

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