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Musik

Sonntag, 25. mai 2008
Schreibt man den so? Oder doch ohne Bindestrich?

Egal.

Schrott ist eine Silbe; man benötigt keinen Bindestrich und die Charakterisierung könnte nicht treffender sein.

Ich bin nun lang genug unterwegs gewesen in Sachen Klavier, um zu wissen, ob ein Pianist den Namen verdient, oder ob er ein Blender ist, auf dessen Zug irgendeine Schallplattengesellschaft in Kombination mit einer richtig guten PR-Agentur aufgesprungen ist und den Hype erzeugt, den man braucht, um erfolgreich zu sein.

Ich habe kürzlich einen Experten interviewt und dabei auch ein paar Fragen zu diesem Klavierspieler gestellt. Auzüge dieses Interviews:

Q: Wie groß ist iste der Neidfaktor bei der Beurteilung von Lang-Lang?

A: Unfassbar groß. Unsereins kann sich nicht einfach Schlitzaugen anoperieren lassen und eine Hautfarbenveränderung durchführen, um den Neuen Markt China zu erobern. Da kommt schon Frust und Neid auf, wenn man sich rassistisch benachteiligt sieht.

Q: Aber er muß doch ein Genie sein, wenn alle großen Dirigenten ihn als Solisten engagieren.

A: Zweifellos ein Genie.

Unsereins setzt sich hin, studiert die Partitur, hört sich die Aufnahmen an, die der Komponist von diesem Stück selbst eingespielt hat, versucht eine Balance zu finden zwischen dem, was der Dirigent aus der Partitur liest und was man selbst einbringen möchte. Das Resultat ist altbacken und wenig genial; hingegen Lang-Lang, der schert sich einen Dreck um die Partitur, lächelt dem Dirigenten freundlich zu und spielt Karate-Prokofiev. Schon genial, oder?

Q: Möchten Sie auch einmal so Klavier spielen können?
A: Nein.





von DF5JT
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Samstag, 10. mai 2008
Youtube hat ja dann doch manchmal ein paar Sachen, die man über die üblichen Vertriebswege sonst nicht zu Gesicht bekommen würde. Kürzlich habe ich das Video eines jungen Pianisten entdeckt, der die atemberaubende Horowitz-Transkription der Liszt-Transkription von Saint-Saens "Danse Macabre" wirklich atemberaubend gespielt hat. Nein, nicht Volodos; den habe ich damit zwar in Berlin gehört, aber das wohl nicht einer seiner besten Tage.

Der Junge heißt Misha Dacic (gesprochen Dazitsch), stammt aus Serbien, war 5 Jahre lang Schüler von Lazar Berman in Imola und lebt nun in Miami.




Was mich schon sehr beeindruckt hat, ist seine Haltung am Klavier. Kein Unnötiges Herumfuchteln, recht niedriges Handgelenk, völlig entspannter Oberkörper und in jeder Situation die völlige Kontrolle.

Man könnte meinen, er hätte György Sándors Buch "On Piano Playing" jahrelang unter dem Kopfkissen gehabt.
von DF5JT
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