DVB und FreeBSD

Veröffentlicht auf von Peter Lemken

Halleluja!

Kaffeine wollte nicht, aber jetzt läuft mplayer und spielt DVB-T ab!

Kleine Würgarounds notwendig, um mplayer davon zu überzeugen, daß er auch mit dvb:// etwas anfangen kann:

http://raaf.atspace.org/dvbusb/


Nach Auspacken des Treibers findet sich im Verzeichnis "patches" ein mplayer patch, den man nach /usr/ports/multimedia/mplayer/files kopieren muss. In der Beschreibung von Raaf fehlt allerdings ein sehr wichtiger Hinweis, nämlich der, daß man mplayer explizit mit --enable-dvb kompilieren muß. Dies geschieht NICHT dadurch, daß man im ports-Verzeichnis make config aufruft, da dies Option dort nicht enthalten ist. Man muß das explizit dem Makefile mitgeben


cd /usr/ports/multimedia/mplayer
$edit Makefile.options


Am Ende dieser Datei einfach ein

CONFIGURE_ARGS+= --enable-dvb

mitgeben.

Das dem Treiber beigefügte Scan-Programm einfach laut Anleitung kompilieren und dann den Kanalscan durchführen.

Allerdings folgt dem ersten Jubilieren dann doch etwas Ernüchterung. Zwar spielt mplayer grunsdätzlich DVB, leider aber nicht alle Programme. Je nach Umsetzerkanal/Transportsream funktioniert es entweder, oder auch nicht. Hier in Stuttgart kann ich keines der Dritten Programme, Arte und Das Erste empfangen, Zwar läuft der Ton und auf dem Bild kann man erahnen, daß es sich bewegt, es ist aber voller Artefakte, Klötzchen und Farbsprenkeln.

Also doch Fußball wieder unter Linux gucken. Oder ob sich Zattoo noch zum Laufen unter FreeBSD wird bewegen lassen? Nee, besser nicht, die Qualität ist derart beschissen, daß man den Ball in 90% der Fälle niur erahnen kann. Naja, dafür habe ich nun einmal ein Triple-Boot-System


Veröffentlicht in FreeBSD

Kommentiere diesen Post

Jan Henrik Sylvester 06/02/2008 21:13

Mit Typhony kann ich jedes Programm gut kucken, wobei kaum Bildstörungen auftreten -- mit der mitgelieferten Antenne direkt am Dachfenster am Stadtrand von Hamburg. (Einmal habe ich es 10km von der Bonner Innenstadt aus probiert, wo es doch sehr auf die Platzierung der Antenne ankam.)

project-x kann die Aufnahmen schneiden, ohne dass der Ton danach nicht mehr synchron ist, was zum Beispiel mit Avidemux immer passiert.

Anonym 05/26/2008 18:27

Sehr interessant!
Derzeit läuft DVB bei mir unter Linux, u.a. weil es für mich damals (2005) schon nicht ganz einfach war, eine Distribution zu finden, die mit der DVB-Karte spielt. (Das damalige KnopMyth hatte mich z.B. schwer damit enttäuscht, dass DVB-Support gar nicht erst enthalten war...)
Aktuellere Distributionen sind da sicher schon etwas weiter, aber never touch a running system und so.

Da freut es mich zu lesen, dass es jetzt inzwischen prinzipiell auch mit FreeBSD geht, das in solchen belangen ja doch etwas weniger verbreitet ist...